Hilfsangebote aller Art

Tag und Nacht hört jemand zu

Angehörige um Suizid

Verwaiste Eltern (externer Link)

Eine Seite für Kinder mit Einschränkungen (externer Link)

Bei seelischen Problemen, bei Familien-, Ehe- und Lebensfragen

Informationen zu Sekten (externer Link)

Wenn die Schulden über den Kopf wachsen

Hilfe für Opfer und Helfer bei Unglücken und Verbrechen

Hilfen für Nichtsesshafte und Obdachlose

Wenn man ins Krankenhaus muss

Diabetiker finden hier Hilfe

Wenn man Angehörige pflegt oder wenn man Pflege braucht

Das Vater Unser

Unsere Seelsorge: Pfarrer Hans - Gerd Spörkel Tel:5716 oder 0172/8247122

Unsere (Selbst)-Hilfe - Gruppen:

Selbsthilfe nach Krebs:
donnerstags ab 18:00 Uhr im Haus Wesendonk.

Hospizgruppe:
jeden 2. Mittwoch im Monat 9.00 - 11.00 Uhr

Diabetes Selbsthilfegruppe:
jeden 1. Donnerstag im Haus Wesendonk

Besuchsdienst:
jeden 1. Mittwoch im Gemeindehaus

Kindesmisshandlung ist meistens die Folge, wenn sich Eltern überfordert fühlen und nicht weiter wissen. Oft sind Freunde, Verwandte und Nachbarn besorgt und wissen dann nicht, was sie tun können.

Unter der Rufnummer 0800/111 05 50 ist das Elterntelefon der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendtelefon e.v. (Montag und Mittwoch 9-11 uhr und Dienstag und Donnerstag 17-19 Uhr) zu erreichen. Dort gibt es eine ausführliche Beratung und nennt die richtigen Anlaufstellen für den Wohnort.

Eine Liste mit Erziehungsberatungsstellen vor Ort von verschiedenen Verbänden

Hilfe für Kinder und Jugendliche in Not: 0800/111 0 333
"Die Nummer gegen Kummer" der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendtelefon e.v.
Beratung für alle Kinder und Jugendlichen

Für Eltern und Kinder gleichermaßen nützlich: Die Kinderschutzzentren des Deutschen Kinderschutzbundes , Telefon: 0511/304 85-0, Fax: 0511/304 85-49 Email: info@dksb.de

 

TelefonSeelsorge Niederrhein/Westmünsterland

Telefonnummer 0800/1110111 und 0800/1110222


"Sorgen kann man teilen" - so der Slogan des Plakates für die TelefonSeelsorge. Die MitarbeiterInnen bei der Telefonseelsorge teilen gerne die Sorgen der Anrufenden. Themen von Angst, Einsamkeit, Beziehungsproblemen, Sexualität, Generationen- und Erziehungsproblemen sind Inhalte dieser Gespräche, mit denen Menschen bei uns anrufen.

Die TelefonSeelsorge Niederrhein/Westmünsterland ist eine von über 100 Einrichtungen dieser Art in der Bundesrepublik Deutschland und eine von vielen Tausenden in allen Ländern dieser Welt.

Sie wurde 1982 in ökumenischer Zusammenarbeit und Verantwortung der ev. Kirchenkreise Dinslaken, Kleve, Wesel und Moers sowie der kath. Kreisdekanate Kleve und Wesel gegründet. 1998 kamen das Kreisdekanat Borken sowie der ev. Kirchenkreis Steinfurt/Coesfeld/Borken in die Mitverantwortung. Seit dem 1. April 1982 sitzen ununterbrochen Tag und Nacht und zu allen Zeiten des Jahres Menschen am Telefon, um für die Anrufenden jederzeit erreichbar zu sein. Die MitarbeiterInnen versuchen, die Anrufenden in vorurteilsfreier und unbedingter Offenheit anzunehmen. Das Angebot besteht im Zuhören und Klären, im Ermutigen und Mittragen, im Hinführen zu eigener Entscheidung und im Hinweis auf geeignete Fachleute.

Seit dem 1. Juli 1997 können alle BürgerInnen unseres Landes die TelefonSeelsorge unter dieser Rufnummer gebührenfrei anrufen. Wie ein Notruf wird jeder Anruf einer TelefonSeelsorgestelle zugeleitet. Die Vertraulichkeit der Anrufe ist gewährleistet, da diese Gespräche auf keiner Telefonrechnung erscheinen.

Die Arbeit wird geleistet durch ehrenamtlich tätige Frauen und Männer, die gründlich auf diese Arbeit vorbereitet und in ihrer Arbeit begleitet werden.

Haben Sie Interesse an einer Mitarbeit? Ehrenamtliche Mitarbeit in der TelefonSeelsorge ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Dass sich immer aufs Neue Menschen für diesen Dienst bereit erklären, dafür sind wir dankbar. Nur durch das Engagement ehrenamtlicher MitarbeiterInnen gelingt es uns, Tag und Nacht für Gespräche zur Verfügung zu stehen. In Deutschland arbeiten über  7000 Menschen ehrenamtlich in der TelefonSeelsorge. In der Stelle Niederrhein/Westmünsterland haben wir zur Zeit ca. 90 ehrenamtliche MitarbeiterInnen.

Gerade hat eine neue Ausbildungsgruppe begonnen. Sie können Sich aber schon für die nächste Gruppe vormerken lassen. Informationen bekommen Sie hier:

Kontaktadresse:

TelefonSeelsorge Niederrhein/Westmünsterland

Postfach 10 11 06

46471 Wesel

Büro: Montags – Freitags (von 9:00 – 13:00 Uhr)
Telefon: 0281-156-141
Fax 0281-156-142

Email: telefonseelsorge@kirchenkreis-wesel.net

Homepage: http://www.telefonseelsorge-niederrhein.de/index.html

Wenn Jemand Selbstmord begeht, bleiben die Angehörigen oft ratlos und voller Schuldgefühle zurück. Diese Selbsthilfegruppe will helfen (Angehörige um Suizid)

Beratungsstelle Wesel für Familien, Ehe- und Lebensfragen des Diakonischen Werkes

Sprechzeiten:

Termine nach Vereinbarung. Telefonische und persönliche Anfragen sind möglich in der Zeit von Montag bis Donnerstag 9,00 bis 12,00 Uhr, 14,00 bis 16,00 Uhr, Freitags 11,00 bis 13,00 Uhr.

Mitarbeiter/-innen:

Um auf verschiedene Anfragen eingehen zu können, arbeiten in unserem Team eine Sozialarbeiterin, zwei Sozialpädagoginnen und ein Diplom-Psychologe zusammen. Außerdem stehen uns ein Arzt, eine Juristin und ein Theologe beratend zur Seite. Wir sind durch gesetzliche Regelungen an unsere Schweigepflicht gebunden. Alle Informationen über Ihre Person und Ihre Situation dürfen ohne Ihr Einverständnis nicht an Dritte weitergegeben werden. Wir verstehen uns als Teil der psychosozialen Versorgung des Kirchenkreises Wesel und bieten auch Kriseninterventionen an. In diesem Rahmen sind kurzfristige Terminvereinbarungen möglich.

Unsere Beratungsstellen bieten an:

- Beratung und Therapie bei Familien-, Ehe- und Partnerschaftskonflikten,

Einzelberatung / -therapie,

- Information und Beratung bei Trennung und Scheidung, um die negativen Folgen für Sie und Ihre Kinder möglichst gering zu halten.

Kontaktadresse: Lutherhaus, Korbmacherstr. 12-14, 46483 Wesel,
Telefon:
0281-15675
Fax 0281-15671

Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung des Diakonischen Werkes

Mit der Frau, nicht gegen sie

Wir beraten Frauen, Männer, Paare und Familien im Schwangerschaftskonflikt

  • Unterstützung im Entscheidungsprozess

  • Information über gesetzliche Bestimmungen, öffentliche und finanzielle Hilfen

  • Ausstellung des Nachweises über eine erfolgte Schwangerschaftskonfliktberatung

  • Information zum Schwangerschaftsabbruch

  • Beratung nach einem Schwangerschaftsabbruch

zu Schwangerschaft und Familie

  • Information über finanzielle Hilfen

  • Hilfsangebote im Umgang mit Behörden, Beratung in Zusammenhang mit Schwangerschaft und Entbindung wie zum Beispiel Familien- oder Partnerschaftsprobleme, HIV-Infektion, Verlust des Kindes, Adoptionsfreigabe

zur Familienplanung und Sexualität

  • Information über die Möglichkeiten der Empfängnisverhütung

  • Beratung zu sexuellem Verhalten und unerfülltem Kinderwunsch

Diakonisches Werk Wesel

Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung
Korbmacherstraße 12-14
46483 Wesel
Telefon: 0281-15675
Fax 0281-15671

E-mail: Tjardes@diakonie-wesel.de

Schuldner- und Insolvenzberatung des Diakonischen Werkes

Die Beratung wird angeboten für überschuldete oder von Verschuldung bedrohte Personen und Haushalte. Der Einzugsbereich ist der rechtsrheinische Teil des Kreises Wesel und die Kirchenkreise Wesel und Dinslaken.

Ziel der Beratung ist, die Existenz zu sichern, gemeinsam mit den Betroffenen eine Lösungsmöglichkeit für die finanziellen Probleme zu finden und langfristig eine vernünftige wirtschaftliche Basis zu entwickeln. Im Vordergrund steht dabei die Hilfe zur Selbsthilfe, die Beraterinnen und Berater verhandeln auch mit den Gläubigern und verschiedenen Einrichtungen und Ämtern. Für die mit Schulden einher gehenden psychischen und sozialen Schwierigkeiten haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein offenes Ohr, und verweisen bei Bedarf an geeignete Stellen.

Die Beratungsstelle ist eine anerkannte geeignete Stelle für Insolvenzberatung. Alle Beratungen erfolgen kostenlos und streng vertraulich. Terminabsprache ist erforderlich.

Kontaktadresse:
Diakonisches Werk des Kirchenkreises Wesel,
Schuldnerberatung
Korbmacherstraße 14, 46483 Wesel,
Telefon:
0281-15612

Bürozeiten

mo - do 9 - 12 Uhr und 14 - 18 Uhr
fr 9 - 12 Uhr

Das Diakonische Werk hat zusätzlich ein Beratungsangebot in Emmerich. Das Beratungszentrum Emmerich befindet sich in der Königstr. 7 in 46446 Emmerich und bietet Beratung in den Bereichen Ehe-, Familien- und Lebensberatung, Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung sowie Schuldner- und Insolvenzberatung. Die Schuldner- und Insolvenzberatung bietet eine offene Sprechstunde jeden Mittwoch von 9.00 – 12.00 Uhr und von 14.00 – 16.00 Uhr. Die anderen Beratungsangebote sind nur über Termine zu bekommen. Die Telefonnummer ist ebenfalls die Weseler Telefonnummer, da wir in Emmerich kein eigenes Sekretariat haben

Schuldnerberatung

(aus dem Gemeindebrief)

Viele meinen: Kirche, dass ist der Verein, bei dem sonntags jemand in merkwürdiger Verkleidung, mehr oder weniger interessant über einen Text redet, den ein normaler moderner Mensch gar nicht versteht

Eigentlich könnte man darauf verzichten, wenn Kirche nicht ganz brauchbar wäre, um den Ernst von ein paar wichtigen Stationen im Leben mit bewährten Ritualen zu unterstreichen und ihnen die nötige, vielleicht auch nur gewohnte Feierlichkeit zu verleihen. Diese Menschen sind schlecht informiert.

Gut, das bietet Kirche auch. Wir Menschen brauchen Rituale an den Wendepunkten unseres Lebens. Aber den größten Teil ihrer menschlichen und finanziellen Kraft setzt sie heute ein, um Menschen aller Altersgruppen in schwierigen Situationen beizustehen. Dabei fällt den Betroffenen unter Umständen gar nicht auf, dass es Vertreter der Kirche, also Christen sind, die ihnen da helfen.

Zum Beispiel bei der Schuldnerberatung der Kirche.

Wer weiß schon, dass er kostenlos Erfahrung, Wissen und Beistand bei dem Versuch in Anspruch nehmen kann, aus einer scheinbar ausweglosen finanziellen Situation heraus zu kommen. "Ich wünschte", so Frau Bußmann von der Schuldnerberatung in Wesel, "die Menschen würden früher zu uns kommen und nicht erst dann, wenn der Gerichtsvollzieher schon vor der Türe steht, das Konto gepfändet ist oder die Räumungsklage für die Wohnung läuft. Vieles könnte man verhindern." Wer in finanzielle Schwierigkeiten geraten ist - aus welchem Grund auch immer - und vor lauter Hilflosigkeit und Verzweiflung den Kopf in den Sand steckt, der reagiert falsch. Wer vor lauter Angst die Haustüre und Briefe einfach nicht mehr öffnet, der oder die schadet nur sich selbst. Viele wissen gar nicht, dass sie Rechte haben und Schutz in Anspruch nehmen können.

Die Schuldnerberatung hilft, die vielen glimmenden Feuer zu löschen und einen Weg aus der Katastrophe zu bahnen: d.h. zuerst werden Stundungsanträge gestellt und alle rechtlichen Schutzmaßnahmen in Anspruch genommen, um Zwangsmaßnahmen zu

verhindern oder zu stoppen. Wenn nötig wird ein Kontopfändungsschutz-Antrag gestellt, Kontakt mit der Wohnungsnotstelle des Sozialamts aufgenommen und Pfändungsfreibeträge ermittelt. Man hilft bei Vergleichsverhandlungen mit den Gläubigem, um einen für beide Seiten akzeptablen Schuldentilgungsplan zu erwirken.

Dann kommt der wichtigste Teil:. "Wem die Schulden über den Kopf gewachsen sind, bei dem ist der private Haushaltsplan im Ungleichgewicht", sagt Frau Bußmann und erstellt mit dem Schuldner einen Haushaltsplan, mit dem er oder sie leben und langsam der scheinbar ausweglosen Situation entkommen kann.

Wenn überhaupt keine Möglichkeit da ist, in überschaubarer Zeit von den Schulden los m kommen, dann gibt es seit Anfang 1999 als letzte Notbremse die Möglichkeit, bei Gericht den privaten Konkurs zu beantragen. Das Verfahren lässt sich hier nicht so einfach beschreiben, aber folgendes ist wichtig zu wissen: Schuldner und Gläubiger müssen sich an den Spruch des Gerichts halten - also auch die meist wenig entgegenkommenden Banken. Der Vorteil ist: wenn der private Schuldner sich 72 Monate, also sechs Jahre lang, an die für diesen Zeitraum gerichtlich festgeschriebenen Vereinbarungen hält, dann ist er oder sie die restlichen Schulden los. Unterbricht er das Verfahren und hält die Auflagen des Gerichts nicht ein, dann kann er in den nächsten zehn Jahren diese Möglichkeit nicht wieder in Anspruch nehmen.

Schuldnerberatungen gibt es in Wesel und Emmerich. Terminvereinbarungen, sowie allgemeine Informationen und Nachfragen unter: Telefon 0281-15612. Es wird jeder beraten: vom armen Schlucker ohne Einkommen über den Drogensüchtigen bis zum pleite gegangenen Geschäftsmann oder natürlich -frau.

Hilfe und Beistand für Menschen in Kindergarten, Freizeit und Schule, bei Krankheit, Unfall, Not und Alter kommt nicht mehr als milde Gabe daher, als subtile (christlich begründete) Form von Herrschaft des Menschen über den Menschen, sondern als professionelle Zusammenarbeit von Gleichberechtigten, menschliche Unvollkommenheiten und Schwächen inklusive. Nicht die Predigt und die Hochzeit in Weiß, sondern der Einsatz für Menschen ist die wichtigste - und teuerste - Arbeit der Kirche.

 

Gisela Blauza-Graf 

Notfallseelsorge

Hilfe für Helfer und Opfer

Helfer und Opfer brauchen bei einem Unglück seelischen Beistand, der durch entsprechend vorbereitete Notfallseelsorger geleistet wird.

Die Notfallseelsorge ist im Kreis Wesel/Kleve organisiert, die der NFS der evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) zugeordnet ist.

Hier ein Artikel in der Zeitung von Daniela Mady, der die Notfallseelsorge sehr gut beschreibt.

Auch ein Täter kann Opfer sein

Polizisten und Seelsorger setzen sich für ihre Mitmenschen ein

Kreis Kleve. Der Mensch hält nur einen winzigen Moment inne und dieser Augenblick der Unachtsamkeit kann ihm und anderen den Boden unter den Füßen wegziehen. Ein Bruchteil einer Sekunde kann über Leben und Tod entscheiden.

Es ist klirrend kalt und eine spiegelglatte Eisschicht hat die Fahrbahn überzogen. Die Nacht war lang und es gab keine Möglichkeit, sich auszuruhen. Das Handy klingelt und es könnte ja der Chef sein. Intelligenz und Achtsamkeit spielen nicht immer eine Rolle. Man kann noch so vorsichtig sein, vielleicht ist es der andere Verkehrsteilnehmer aber nicht. Wer ist das Opfer, und wer der Täter, wenn die Gedanken für einen kurzen Moment abschweifen und der Motorradfahrer erst zu spät sieht, dass ihm der LKW-Fahrer die Vorfahrt nimmt?

50 Verkehrsunfälle mit Todesfolge pro Jahr und somit circa ein Einsatz wöchentlich veranlasste ein kleines Team von Polizisten 1998 dazu, Angehörige der Verunglückten ein Jahr nach dem jeweiligen Unfall zu besuchen. In Begleitung eines Seelsorgers sammelten sie Aussagen und Informationen, und das Resultat dieser Umfragen brachte erhebliche Mängel im System zu Tage.

Fragen wie "Wer war bei meinem Mann, als er gestorben ist?", oder "Wo ist die Armbanduhr meiner Tochter?" "Warum habe ich erst zwei Stunden nach dem Unfall vom Tod meiner Frau erfahren?" oder die Aussage: "Ich habe noch immer nicht realisiert, dass mein Partner Tod ist, weil mir geraten wurde, den Leichnam besser nicht anzuschauen." zeigten deutlich, dass es nicht nur wichtig ist, einen Unfallher gang zu klären und die direkt Beteiligten zu versorgen. Johannes Meurs, Opferschutz beauftragter, sein Bruder Karl und Johannes Eerden, alle drei vom Emmericher Verkehrskomissariat, sind drei von acht Polizisten, die die Ergebnisse der Befragungen in verschiedene Kategorien einordneten.

Menschliche Unterstützung

Die Aussagen der Betroffenen gingen so sehr unter die Haut, das kein Zweifel an der Dringlichkeit schnellstmöglich etwas zu verändern bestand.
Mit fachlicher und menschlicher Unterstützung des ehemaligen Polizeipfarrers Martin Krolzig kam das Team zu dem Ergebnis, dass nicht nur die Arbeit im Rahmen von Verkehrsunfällen professionell eingesetzten Kräften verbessert werden muss, sondern dass vorallem die Verunglückten und deren Angehörige besser betreut werden müssen . Wie ich von Hans-Gerd Spörkel, dem Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Haldern erfahre, werden seit dem ersten Juni diesen Jahres interessierte Polizisten und Seelsorger ausgebildet und in von Schauspielern initiierten Rollenspielen auf die schwierigen Alltagssituationen vorbereitet. "Es gibt ein Handy,das von Woche zu Woche an die Diensthabenden weitergereicht wird", weiß der Seelsorger.

Hilfe rund um die Uhr

So stehen rund um die Uhr jeweils zwei Polizisten und ein Seelsorger zur Verfügung, die sich bei einem Verkehrsunfall mit tödlicher Folge, parallel zur üblichen Unfallabwicklung, um die Angehörigen und später auch um die in den Unfall verwickelten kümmern. Dieser Opferschutz dient dazu, weitere, aus Kopflosigkeit entstehende Unfälle zu verhindern, den Menschen zum Ort des Geschehens zu begleiten und ihm außerdem zu helfen, die Realität zu erkennen.

Den Tod erträglicher machen

Zu wissen, dass ein geliebter Mensch in den Armen eines Ersthelfers gestorben ist, macht den Tod erträglicher, als wenn der Angehörige vor Augen hat, das der Verunglückte alleine war, als er verstarb. An den Ort des Unglücks begleitet zu werden und behutsam darauf vorbereitet zu werden, wie der Verstorbene aussieht, beugt einen eventuellen Schock vor, der einen Menschen ein Leben lang belasten kann. Viele der Betroffenen werden nachts von Albträumen gequält, verlieren die Fähigkeit, ihren gelernten Beruf auszuüben, oder sehen keinen Sinn mehr in ihrem einsamen Leben. Auch Täter können zu Opfern werden, wenn sie ihre Schuldgefühle nicht mehr los lassen. Denn sie halten ihr Leben noch in den Händen, müssen aber die Last auf ihren Schultern tragen und können sie nur selten mit jemandem teilen.

Für diese Menschen ist nicht nur das Umfeld wichtig und die verbleibenden Freunde und Verwandte. Die Polizei und die Seelsorger können hier professionelle Hilfe leisten und schaffen es, Schuld erträglich zu machen. "In Gesprächen konfrontieren wir Opfer und Täter miteinander und manch einer der gedacht hat, nicht verzeihen zu können hat erkannt, das nicht nur er Leidtragender ist",so Hans-Gerd Spörkel.

Den mittlerweile 20 bis 25 Polizisten und circa 20 Seelsorgern des Kreises Kleve ist, so systematisiert, ein in Deutschland einmaliges Projekt gelungen, das 98 bis 99 Prozent der Opfer bisher dankend annehmen. Ein Rückgang der Verkehrsunfälle mit Todesfolge auf 35 bis 40 pro Jahr macht deutlich, dass der Opferschutz und die gesammelten Erkenntnisse unabdingbar sind. Eine Nachbereitung des Unfalls ist sowohl für die Zeugen, Ersthelfer und Angehörigen, als auch später für die Polizisten sehr wichtig, da die psychische Belastung für alle Beteiligten sehr hoch ist.

Die Schwierigkeit, einen Verkehrsunfall mit Todesfolge zu verarbeiten, sei es als Opfer als auch als Täter, ist vielleicht nicht jedem bekannt, sollte aber jeden betroffen machen, da keiner von uns weiß, was in der nächsten Sekunde unseres Lebens geschieht.

Daniela Mady

 

Für Nichtsesshafte und Obdachlose

Rheinische Evangelische Arbeiterkolonie Lühlerheim
Marienthaler Straße 10
46514 Schermbeck

Die Arbeiterkolonie kümmert sich um die Betreuung und Wiedereingliederung wohnungsloser Menschen und ist auch auf dem Gebiet der Altenpflege tätig.

Für weitergehende Informationen wenden Sie sich bitte direkt an diese Organisationen:

Beratungsstelle für Nichtsesshafte
Bahnstr.48 46538 Dinslaken
Tel.:02064/18884

Sozialdienst Katholischer Männer
Uerdinger Str. 13 4741 Moers
Tel.: 02841/25640

Rheinisch Evangelische Arbeiterkolonie Lühlerheim
Marienthaler Str.10 46514 Schermbeck
Tel.:02856/290

Emmaus Gemeinschaft e.V.
Alpener Str.40 47665 Sonsbeck
Tel.: 02838/96446

Beratungsstelle für alleinstehende Wohnungslose
Herzogenring 6 46483 Wesel
Tel.: 0281/33876-0

Caritas - Wohnungslosenhilfe
Briener Str. 25
47533 Kleve
Telefon     02821/ 9 10 38
Telefax     02821/ 9 84 33
e-mail       wohnhilfen.caritas.kleve@t-online.de

Leiter: Jürgen Tönnesen

Für Kranke

Das evangelische Krankenhaus in Wesel-Obrighoven

Für Diabetiker und Angehörige

Diabetes-Selbsthilfe- und -Sportgruppen im Kreis Kleve

Die Selbsthilfe-Gruppe trifft sich am ersten Donnerstag im Monat um 19.00 Uhr im Wesendonkhaus, Klosterstr. 16 , Haldern.

Aufgabe der Gruppe soll der Erfahrungsaustausch der Betroffenen unter sich sein, damit soll in keiner Weise die Mitwirkung des zuständigen Arztes ausgeschaltet werden. Nur in Verbindung mit dem zuständigen Arzt ist eine optimale Behandlung dieser Krankheit möglich.
Wir werden uns bemühen, zu den Treffen Fachleute zu den verschiedensten Themen zu verpflichten.
Wir würden uns freuen, wenn möglichst viele Betroffene von dieser Möglichkeit des Erfahrungsaustausches Gebrauch machen würden. Nur bei guter Beteiligung ist die Verpflichtung von Fachleuten ohne Honorar möglich.

Kontaktadresse: Herbert Ingensand, Finkenstr. 69, 46485 Wesel, Telefon: 02 81-75 06

 

Wenn man Angehörige pflegt oder wenn man Pflege braucht

... kann man sich bei dem Verein

"Handeln statt Misshandeln",

Goetheallee 51,

53225 Bonn

unter Tel 0228 636322 informieren

Für Notfälle kann man 0228 69 68 68 anrufen

 

Falls einem die Worte fehlen, so empfehle ich diese hier:

 

Das Vater Unser

 Vater Unser, der Du bist im Himmel
Geheiligt werde Dein Name, dein Reich komme,
Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden
Unser tägliches Brot gib uns heute
Und vergib uns unsere Schuld,
Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung
Sondern erlöse uns von dem Bösen,
Denn Dein ist das Reich und die Kraft
Und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Amen.


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